Gedankenspiele, Anregungen und Ideen:
Diese Einträge widerspiegeln meine persönliche Meinung und Erfahrungen.

Weihnachten - das Fest der (inneren) Konflikten

Gepostet von Kunde Kunde am Montag, Dezember 23, 2019 Unter: Alltagstipp


Ich versuche meinen Mitmenschen ehrlich und ohne Masken zu begegnen. Das führt dazu, dass sich viele auch mir gegenüber authentisch zeigen und mir von ihrem Innenleben erzählen.

Nun so kurz vor Weihnachten fällt mir wiederum auf, wie viele innere und äussere Konflikte in vielen Familien vorhanden sind. Was unter dem Jahr bereits am Brodeln war gipfelt nun im Anspruch es an Weihnachten zusammen Schön zu haben. Wenigstens für einen Abend oder einen Nachmittag. So werden Masken aufgesetzt, schmerzende Bemerkungen ausgehalten und jeder gibt sein Bestes damit eine scheinbare Harmonie vorhanden ist.

Meistens kreisen die Schwierigkeiten um ähnliche Themen dahinter: Erwachsenen Kindern und deren Eltern gelingt es nicht die Beziehung auf Augenhöhe zu führen, sondern fallen immer wieder in alte Muster zurück. Gewisse Personen verhalten sich dominant oder gar egoistisch und die betroffenen anderen Menschen fühlen sich dadurch ungehört, zurückgedrängt oder nicht wahrgenommen. Manche Menschen übernehmen Zuviel Verantwortung und andere zu wenig. Es werden Dinge immer wieder gemacht, da es Tradition ist und nicht hinterfragt werden dürfen. Egal ob es involvierte Menschen lieber anders hätten oder es die Umstände es eigentlich anders erfordern würden.

Manchmal werden die Herausforderungen thematisiert. Oft aber auch nicht. Verändern tut sich bei beiden Varianten selten etwas, da viele involvierte Menschen nicht für Veränderungen bereit sind.

Und jetzt? Was soll man mit dem ganzen Weihnachtssalat machen?

Die einen ziehen sich zurück, gehen nicht hin ans Weihnachtsfest oder verreisen über die Weihnachtstage in die Ferien. Viele Menschen aber gehen dem Frieden zu liebe trotzdem hin und halten aus und halten aus.

Es gibt wohl nicht der eine glanzvolle Weg, sondern vielmehr eine mögliche Richtung. Ich möchte Dich ermuntern auf Deine eigenen Gefühle, Bedürfnisse und Grenzen zu achten und dafür einzustehen. Denn wenn sich alle immer wieder gleich verhalten bekommt jeder auch immer wieder das Gleiche. Vielleicht gelingt es Dir wenigsten einmal ein «Nein» zu sagen, das gehört wird, auch wenn es daneben 10 «Neins» gibt, die übergangen werden. Diese eine «Ja» für Dich ist ein kleiner grosser Schritt zu Dir, der Dir niemand mehr nehmen kann.

Herzlicher Gruss,

Esther

Ström-Notgriffe 😊
Wenn Du Dich zu fest anpassen und allen anderen recht machen willst, so ströme Dir den kleinen Finger.
Wenn Dich alles wütend macht, so ströme Dir den Mittelfinger.
Macht es Dich traurig, so ströme Dir den Ringfinger.
Fällt es Dir schwer Dich innerlich oder äusserlich abzugrenzen, so halte Dir die beiden Ellbogenbeugen (Daumenseite)
Fühlst Du Dich nicht angenommen oder unwohl, so ströme Dir den Daumen.

In: Alltagstipp 



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